Terra Potentia: The World-making Force of Dredging

Das Terra Potentia-Projekt untersucht das zutiefst transformative Phänomen der Vertiefung von Schifffahrtsstraßen. Weltweit werden Fahrrinnen vertieft, um immer größere Hochseeschiffe aufnehmen zu können. Das Ausbaggern nimmt daher eine immer wichtigere Rolle im Küstenmanagement ein. Das Projekt erforscht, wie Baggerunternehmen und staatliche Stellen Technologien, Analysetechniken und Finanzierungsmechanismen entwickeln, um die Vertiefung und Erweiterungen von Häfen zu realisieren. Unser Fokus liegt auf vier Fallstudien in der EU und den Vereinigten Staaten.

Projektleitung:

Prof. Henrik Ernstson

Projektteam:
Jonas Hein

Finanzierung:
Swedish Research Council

Zeitrahmen:
2024 - 2027 / Laufend

Kooperationspartner:

Royal Technical University Stockholm, Tulane University, Vanderbilt University

Projektbeschreibung

Das Terra Potentia-Projekt untersucht das zutiefst transformative Phänomen der Vertiefung von Schifffahrtsstraßen. Weltweit werden Fahrrinnen vertieft, um immer größere Hochseeschiffe aufnehmen zu können. Das Ausbaggern nimmt daher eine immer wichtigere Rolle im Küstenzonenmanagement ein. Das Projekt erforscht, wie Baggerunternehmen und staatliche Stellen Technologien, Analysetechniken und Finanzierungsmechanismen entwickeln, um die Vertiefung und Erweiterungen von Häfen zu realisieren. Unser Fokus liegt auf vier Fallstudien in der EU und den Vereinigten Staaten. Basierend auf einem Methodenmix, der qualitative und geospatiale Ansätze integriert, betrachten wir das Baggern als eine wirtschaftliche und technische Praxis, die die Anforderungen der Hafen- und Schifffahrtsentwicklung mit sich ändernden Landschaften in und um große Häfen verbindet. Das Projekt wird die erste multi-sited case studie zur Wirtschaftsgeographie und politischen Ökologie des Ausbaggerns und der Sedimentbewegung entwickeln.

IDOS-Komponente: Der multimodale Hafen: Elbvertiefung, Hamburg (Leitung: Jonas Hein)

Der Hamburger Hafen ist ein multimodaler Hafen im Mündungsgebiet der Elbe, etwa 120 km von der Nordsee entfernt. Seit dem Mittelalter ist er ein führender Hafen und heute der drittgrößte in Europa. Der Hafen verfügt über private und staatlich betriebene Containerterminals, Massengutterminals und Autoverladeterminals und plant die Entwicklung eines „Energie- und Klimahafens“, der sich auf den Import und die Produktion von Wasserstoff konzentrieren soll. Das Hinterland des Hafens umfasst Deutschland und Mitteleuropa über Eisenbahn-, Binnenschiffs- und Straßennetze. Diese Fallstudie konzentriert sich auf die Raumproduktion im Elbe-Mündungsgebiet und die Auseinandersetzungen um die Auswirkungen der Bemühungen, eine dynamische Mündungslandschaft in eine standardisierte Hafeninfrastruktur zu verwandeln. Das Projekt wird die Wissensproduktion und die räumliche Politik der Hafenerweiterung, des Baggers und der Erweiterung von terrestrischen und marinen Sedimentablagerungsstätten untersuchen.

Projektkoordination

Alexander Knabe